Schule steht im Mittelpunkt

Gemeinsam mit den Jusos hat die SPD Borgentreich ihren Kurs für die nächsten Monate festgelegt. „Der Schwerpunkt unserer Arbeit wird auch in den nächsten Monaten die Bildungspolitik bleiben“, betonen der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Jürgen Dierkes und der Vorsitzende der Juso-AG Warburg/Borgentreich, Claas Dohmann, nach einer gemeinsamen Tagung in Bühne. „Das Thema hat viele Facetten: Es reicht von der U3-Betreuung über die Schülerbeförderung bis hin zur Zukunft unserer Schulen.“

Von großer Bedeutung sei für die Sozialdemokraten nach wie vor der Breitbandausbau, betont die Bühner SPD-Ratsfrau Jutta Kropp. „Wir haben die Hoffnung, dass nach der jetzt erfolgten kreisweiten Ausschreibung zügig ein zufriedenstellendes DSL-Angebot für alle Ortschaften, auch die kleineren oder abgelegeneren, im Stadtgebiet geschaffen werden kann.“

Auch den Bereich „Familie, Jugend und Soziales“ werde die Partei nicht aus den Augen verlieren, kündigt Dierkes an, der auch die SPD-Fraktion im Borgentreicher Stadtrat führt. „Nachdem die CDU in der letzten Ratssitzung jegliches Nachdenken über einen Familienpass mit einem Handstreich vom Tisch gewischt hat, werden wir weiter darüber nachdenken, wie wir die Teilhabe aller Kinder unserer Stadt an gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Aktivitäten sicherstellen können. Damit wollen wir ein Zeichen gegen die Kinderarmut setzen und späteren Problemen im Bereich der Jugendhilfe oder des Alkohol- und Drogenkonsums vorbeugen“, so der Fraktionsvorsitzende.

Es gehe keineswegs darum, nicht vorhandenes Geld zu verschleudern, wie dies von einigen Ratsmitgliedern der CDU suggeriert worden sei, sondern um sinnvolle Ansätze, die drastisch gestiegenen Ausgaben im Bereich der Jugendhilfe mittelfristig einzudämmen. Jürgen Dierkes: „Wenn wir uns früh um unsere Kinder kümmern, wird dies ein großer Gewinn – nicht nur in finanzieller Hinsicht – für unsere Stadt sein.“

Die SPD nehme das Thema Geld durchaus ernst, beteuert SPD-Ratsherr Franz-Josef Wilmes. „Weil uns das Thema wichtig ist, haben wir den früheren Bundesfinanzminister Hans Eichel zu einem Vor-Ort Gespräch eingeladen“, sagt der Borgholzer Bankkaufmann. „Am 20. Oktober wird der ‚Eiserne Hans’, wie er zu Ministerzeiten genannt wurde, im Saal des Orgelmuseums über die Lage der öffentlichen Finanzen referieren und anschließend mit den anwesenden Gästen darüber diskutieren. Das Vor Ort-Gespräch steht unter dem Motto ‚Wie gewinnen wir die Zukunft?’ und beginnt um 18:30 Uhr. Alle interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger sind herzlich eingeladen.“

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