Mehr als 1500 Besucher bei der SPD

SPD-Führung einstimmig wieder gewählt / Neue Gesichter im Vorstandsteam

Borgentreich/Bühne. Bei der SPD in der Stadt Borgentreich herrscht Aufbruchstimmung. Das kam bei der diesjährigen Delegiertenkonferenz in Bühne klar zum Ausdruck. Die Vorstandsmitglieder wurden mit sehr guten Wahlergebnissen in ihre Ämter gewählt. Zuvor hatte SPD-Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Dierkes eine Zweijahresbilanz vorgelegt, „die sich durchaus sehen lassen kann“, wie der 38-jährige Bühner unterstrich.

Die SPD Borgentreich habe ihren Anteil zum Regierungswechsel in NRW im vergangenen Jahr beigetragen. „Wir haben knapp sechs Prozentpunkte gegen den Landestrend hinzugewonnen. Wenn es überall in NRW diese Zuwächse gegeben hätte, gäbe es keine Minderheitsregierung, sondern eine satte rot-grüne Mehrheit.“ Dennoch arbeite die Minderheitsregierung erfolgreich, wie Dierkes betonte. „Dies brachten unsere Veranstaltungen mit Vertretern der Landesregierung zum Ausdruck.“

So habe es in Borgentreich ein spannendes Vor-Ort-Gespräch mit Familienministerin Ute Schäfer zur frühkindlichen Bildung gegeben. „Besonders stolz macht es mich aber, dass wir unserer Landesmutter Hannelore Kraft einen tollen Empfang hier vor Ort bereiten durften.“ Mit dem früheren Bundesfinanzminister Hans Eichel und dem stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber, hätten weitere profilierte Sozialdemokraten den Weg nach Borgentreich gefunden.

Erfreut zeigte sich Dierkes, dass es gelungen sei, eine Reihe von Veranstaltungen zu etablieren. So zum Beispiel das Bühner Frauenfrühstück, die Fahrt anlässlich des Weltfrauentages, den Bücherabend und das Open-Air-Konzert mit den Mounthomers in Borgholz. „Insgesamt konnten wir auf unseren Veranstaltungen in den letzten zwei Jahren mehr als 1500 Besucher begrüßen.“

Auch inhaltlich habe die SPD punkten können. Es sei einer Initiative der SPD im Borgentreicher Stadtrat zu verdanken, dass die Ehrenamtskarte des Landes NRW kreisweit eingeführt worden sei. Ein besonders großer Erfolg für die SPD sei die beschlossene Einrichtung der Sekundarschule im Jahr 2013, die den Grundsatz des längeren gemeinsamen Lernens beherzige. „Das war eine der zentralen Forderungen in unserem Programm zur Kommunalwahl 2009, dem ‚Roten Faden für Borgentreich’.“

Scharf ins Gericht ging Dierkes mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Hubertus Fehring. „Als letzter Kämpfer des Kalten Krieges hat Herr Fehring diesen Ansatz bis vor kurzem regelmäßig als ‚sozialistische Einheitsschule’ abqualifiziert. Jetzt stehen die Schulleitung, die Verwaltung und die Kommunalpolitiker vor der Herausforderung, das von Fehring – völlig zu unrecht – gesäte Misstrauen abzubauen, Scherben zu kitten und für Aufklärung zu sorgen. Verantwortungsvolle Politik sieht anders aus!“

Zum Abschluss seines Berichtes ging Dierkes auf die Mitgliederentwicklung ein. Mit Zuwächsen von mehr als sieben Prozent innerhalb von zwei Jahren sei diese erfreulich. „Die guten Zahlen können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir mancherorts gegen weiße Flecken und eine überalterte Mitgliederstruktur ankämpfen müssen.“ 

Angesichts der positiven Gesamtbilanz wurde die anschließende Wahl zu einem Heimspiel: Mit einem Traumergebnis von 100 Prozent wurde Jürgen Dierkes als SPD-Stadtverbandsvorsitzender wieder gewählt. Auch die anderen Vorstandsmitglieder erzielten sehr gute Wahlergebnisse, wie Hubertus Eikenberg und Peter Wille, die weiterhin das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden bekleiden. Einstimmig bestätigt wurden außerdem Schriftführerin Jutta Kropp und Kassierer Franz-Josef Wilmes. Zu Beisitzern wählten die Delegierten Gaby Römer, Hubertus Herbold, Peter Meier-Laqua, Andreas Suermann, Klaus Twiste, Stefan Wäsche und Franz-Josef Wegener.

Das Vorstandsteam komplettieren fünf Beauftragte mit speziellen Aufgaben: Wie im bisherigen Vorstand wird Inge Fels für das Thema Frauen, Marcel Franzmann für die Bildung und Angela Schröder für den Bereich Familie, Senioren und Demografie zuständig sein. Neu geschaffen wurden die Ämter der Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit, welches Julia Nitzbon ausüben wird, und des Jugendbeauftragten, das Claas Dohmann inne hat, um beiden Bereichen einen höheren Stellenwert zu verleihen.

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