Klausurtagung der SPD Borgentreich in Hardehausen

„Weichen für eine gute Zukunft stellen“

Gemeinsam für Borgentreich

Borgentreich / Hardehausen.„Ein lebenswertes Borgentreich – das bleibt auch in den nächsten Jahren unser Ziel.“ So fassten die Vorsitzenden von SPD-Stadtverband und SPD-Ratsfraktion, Marcel Franzmann und Jürgen Dierkes, die Ergebnisse der traditionellen SPD-Klausurtagung zusammen. Die Tagung findet alljährlich im Winter statt – in diesem Jahr im Jugendhaus in Hardehausen. Drei Themen nahmen die Sozialdemokraten besonders unter die Lupe: Bildung, Öffentlicher Personennahverkehr und interkommunale Zusammenarbeit.

Im Bereich der Bildung sieht die SPD weiterhin Handlungsbedarf. „Wir wollen mehr Chancengleichheit für alle Kinder erreichen – und zwar unabhängig von ihrer Herkunft“, benannte  Marcel Franzmann daswichtigste Ziel sozialdemokratischer Bildungspolitik. In der Stadt Borgentreich gebe es drei zentrale Baustellen, so Franzmann weiter: „In den Kitas müssen wir die Betreuungsangebote für Unterdreijährige weiter ausbauen.“ In den Schulengelte es, die Inklusion – die gemeinsame Beschulung von behinderten und nichtbehinderten Kindern – voranzubringen. „Dabei muss uns allen klar sein: Wenn Inklusion ein Erfolg werden soll, kommen wir um größere Investitionen nicht herum.“  Weiterhin müsse die neue Sekundarschule im Fokus der Politik bleiben. „Es war ein großer Erfolg, dass sie im vergangenen Jahr das Licht der Welt erblicken konnte. Jetzt müssen wir alles dafür tun, dass diese neue Schulform auf breite Akzeptanz stößt.“

Eng verknüpft mit der Bildung sei der Öffentliche Personennahverkehr. Das unterstrich Peter Wille, Mitglied im Beirat des Nahverkehrsverbundes Paderborn-Höxter (nph). Er bekräftigte erneut das Ziel der SPD Borgentreich, mittelfristig einen Sitzplatz für jedes Kind im Schulbus zu schaffen. „Angesichts der Kosten ist dies immer noch sehr ehrgeizig. Wir sollten es nicht aus dem Blick verlieren.“ Darüber hinaus gelte es, das bestehende Angebot im öffentlichen Personennahverkehr zu überprüfen und in den nächsten Jahren neue, flexiblere Angebote zu entwickeln – insbesondere in den Abendstunden. „Es gibtin anderen Städten Modelle wie Flexibus oder Anrufsammeltaxis, die bei geschickter Planung nicht nur umweltfreundlicher und kostengünstiger für die öffentliche Hand sind, sondern unterm Strich ein bedarfsgerechteres Angebot für die Bürgerinnen und Bürger darstellen“, so der SPD-Nahverkehrsexperte.

Wie in jedem Jahr diskutierten die Sozialdemokraten intensiv über den Entwurf des städtischen Haushaltsplans. Dazu war Stadtkämmerer Christof Derenthal nach Hardehausen gekommen und präsentierte auf gewohnt sachkundig-kompetente Art das komplexe Zahlenwerk. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Hubertus Eikenberg lobte die Kämmerei für die solide Arbeit. Gleichzeitigwarb er für weitere Weichenstellungen in Richtung Zukunft: „Wir müssen die Prozesse noch stärker steuern, wenn wir auf Dauer finanziell handlungsfähig bleiben wollen.“ Möglichkeiten gebe es insbesondere in einer verstärkten interkommunalen Zusammenarbeit. „Hier müssen wir zielstrebiger und im Dialog mit unseren Nachbarstädten ein klares Konzept entwickeln, das uns hilft, langfristig zu planen und dauerhaft Kosten zu sparen“, so Eikenberg. Jürgen Dierkes pflichtete ihm bei: „Bei diesem Thema reden wir über nicht mehr und nicht weniger als über die Frage, wie lange Borgentreich als Kommune eigenständig bleiben kann.“

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