„Die Bördelandschule langfristig sichern“

„Die SPD Borgentreich hat die Zukunft fest im Blick.“ Das erklärte der Borgentreicher SPD-Stadtverbandsvorsitzende Jürgen Dierkes nach einer Vorstandssitzung seiner Partei. „Gute Bildung, die Zukunft der Dörfer, eine nachhaltige Energiepolitik und die interkommunale Zusammenarbeit – das sind die Themen, an denen die SPD in der nächsten Zeit intensiv weiterarbeiten wird.“ Schon lange seien dies die wichtigsten Schwerpunkte sozialdemokratischer Politik in Borgentreich. „Und in der nächsten Zeit werden sie aktueller denn je sein.“

Besonders im Visier habe die SPD die Zukunft der Bördelandschule, unterstreicht Dierkes. „Unser Ziel ist es, die Sekundarstufe in Borgentreich langfristig zu sichern. Dafür bietet der Schulkompromiss, den die rot-grüne Landesregierung kürzlich gemeinsam mit der CDU erarbeitet hat, gute Perspektiven.“ In wenigen Tagen werde Dr. Ernst Rösner von der Technischen Universität Dortmund den Schulentwicklungsplan vorstellen und Vorschläge für die Schullandschaft in den Städten des Kreises Höxter unterbreiten. „Sobald uns diese Daten vorliegen, werden wir Sozialdemokraten unsere Position abschließend festlegen.“ In welche Richtung der Zug fahren solle, stehe indes seit langem fest. Jürgen Dierkes: „Wir haben uns bereits im ‚Roten Faden’, dem Wahlprogramm der SPD zur Kommunalwahl 2009, für ein längeres gemeinsames Lernen bei qualitativ hochwertigen Standards ausgesprochen. Jetzt gilt es festzulegen, wie wir dies am besten erreichen können.“

Im Fokus haben die Borgentreicher Sozialdemokraten auch die Zukunft der Dörfer. „Die wegbrechende Infrastruktur in unseren Dörfern macht uns nach wie vor große Sorgen“, sagt Gaby Römer, die dem Ausschuss für Wirtschaft, Soziales und Demografie als Sachkundige Bürgerin angehört. „Wir wollen aber nicht nur das Negative sehen.“ Die SPD habe deshalb positive Beispiele aus anderen Landesteilen Deutschlands gesammelt. „Diese Ideen werden wir im Rahmen einer Tagung genauer unter die Lupe nehmen und daraus neue Vorschläge für Borgentreich entwickeln“, kündigt Römer an.

Damit eng verknüpft ist für Jürgen Dierkes die Ausweitung der interkommunalen Zusammenarbeit, „denn beide Themen stehen stark unter dem Vorzeichen des demografischen Wandels.“ Die SPD habe in der Vergangenheit immer wieder klar gemacht, dass es angesichts der schwierigen Haushaltslage und des Bevölkerungsschwunds keine Alternative zu einer intensiven Kooperation mit den Nachbarstädten gebe. „So haben wir dieses zukunftsweisende Thema vor einem halben Jahr zum Hauptschwerpunkt unserer diesjährigen Haushaltsrede im Stadtrat erhoben“, erklärt Dierkes, der auch Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion ist. „Leider hat sich die CDU im Gegensatz zur FDP, mit der wir in dieser Frage viele Gemeinsamkeiten sehen, damals gar nicht zu diesem Thema geäußert. Umso mehr freuen wir uns, dass auch die Christdemokraten mittlerweile auf diesen fahrenden Zug aufgesprungen sind“, betont Dierkes in Anspielung auf kürzlich veröffentliche Presseberichte.  

Ein weiteres Thema von hoher Bedeutung bleibt für die Sozialdemokraten eine Energiepolitik, „die ohne Wenn und Aber auf den Ausbau erneuerbarer Energien setzt“, wie der stellvertretende Vorsitzende des Borgentreicher Umweltausschusses, Hubertus Eikenberg betont. „Wir begrüßen deshalb die schwarz-gelbe Kehrtwende in der Atompolitik, wissen aber, dass das nicht ganz ohne ‚Nebenwirkungen’ gehen wird.“ Die SPD lade deshalb die Bevölkerung zum Dialog über eine nachhaltige Energiepolitik ein: „Am Freitag, 14. Oktober, findet zu diesem Thema ein öffentliches Vor-Ort-Gespräch im Saal des Orgelmuseums statt. Als fachkompetenter Experte wird der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber, referieren. Kelber ist überdies Sprecher des SPD-Forums Nachhaltigkeit und hat sich über Parteigrenzen hinweg einen Namen als Experte in Umwelt- und Energiefragen erworben.“ Weitere Informationen zur Veranstaltung will die SPD in Kürze bekannt geben, so Eikenberg.

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