Hubertus Eikenberg fordert weitere Zugeständnisse

Borgentreich./Kreis Höxter. Derzeit erhitzt die Debatte um die geplante Stromtrasse quer durch den Kreis Höxter die Gemüter. Auch der Borgentreicher SPD-Bürgermeisterkandidat Hubertus Eikenberg sieht dringenden Informations- und Handlungsbedarf. „Ich begrüße, dass der Betreiber Tennet gestern im Kreistag erstmalig umfassend informiert hat und Rede und Antwort gestanden hat. Dennoch ist damit längst nicht alles im grünen Bereich.“

Hubertus Eikenberg stellt zunächst zwei Punkte klar. Erstens: „Ich bin Befürworter der Energiewende. Es war immer klar, dass sie nicht zum Nulltarif zu haben, sondern mit Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger verbunden sein wird. Aber es kann nicht sein, dass die Energiewende ausschließlich im ländlichen und insbesondere im strukturschwachen Raum geschultert wird.“ Belastungen seien nicht nur durch die Stromtrasse, sondern auch durch den weiteren Ausbau der Windkraft „bei gleichzeitiger Kappung der kommunalen Entwicklungsmöglichkeiten zu befürchten“, spielt Eikenberg auf den kürzlich vorgelegten Entwurf des Landesentwicklungsplans ab.

Zweitens sei es nicht sein politisches Ziel, die geplante Stromtrasse von Borgentreich ein paar Kilometer nach Westen oder ein paar Kilometer nach Osten zu verschieben. Das wäre eine Politik nach dem Motto: „Heiliger Sankt Florian, verschon’ mein Haus, zünd’ andere an.“ Trotzdem könne die geplante Trasse quer durch den Kreis Höxter nicht das letzte Wort sein: „Alternativen zur bislang favorisierten Streckenführung müssen geprüft werden – und zwar hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. „Außerdem sollte eine Verlegung des Kabels in die Erde in Erwägung gezogen und ernsthaft ins Auge gefasst werden.“ Dies sei zunächst mit erhöhten Kosten verbunden. „Wenn wir aber alle volkswirtschaftlichen Kosten zusammenrechnen, bei der längeren Lebensdauer der Kabel angefangen bis hin zur Vermeidung von Krankheiten der Anwohner, ist eine solche Lösung – technische Machbarkeit vorausgesetzt - langfristig sicherlich die günstigere.“

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„Bürger, Umwelt und die Stadt profitieren“

„Den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft.“ Das erklärte Energieexperte Ulrich Kelber beim gut besuchten Vor-Ort-Gespräch der SPD Borgentreich. In der Bördestadt hört man so etwas gern, schließlich ist sie Vorreiter auf diesem Gebiet. Das unterstrich auch Bürgermeister Bernhard Temme. Als sich eine Stau-bedingte Verspätung des Referenten abzeichnete, sprang der Verwaltungschef kurzerhand ein.

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Energie-Experte kommt nach Borgentreich

Rund um das Thema Energie dreht sich ein Vor-Ort-Gespräch, zu dem die SPD Borgentreich alle interessierten Mitbürger herzlich einlädt. Dabei können sich alle Teilnehmer auf einen kompetenten Gast freuen: Als Referent wird der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber, erwartet.

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